Partielle Mondfinsternis – 28. August 2026
Tiefe partielle Mondfinsternis, 28. August 2026
Für Fotografen von Europa bis zum Pazifik sichtbar
Die Finsternis am 28. August ist eine tiefe partielle Mondfinsternis: Zum Zeitpunkt der größten Verfinsterung befindet sich fast der gesamte Mond im Kernschatten der Erde, sodass nur ein kleiner heller Teil unverfinstert bleibt. Dadurch ist sie fotografisch einer totalen Mondfinsternis viel ähnlicher, als das Wort „partiell“ vermuten lässt. Mit der Mondfinsternis-Karte und dem Mondfinsternis-Simulator von TPE (The Photographer’s Ephemeris) kannst du die Umstände für deinen eigenen Standort erkunden.
Was du fotografieren kannst, hängt sehr stark davon ab, wo du dich befindest. In weiten Teilen von Nord- und Südamerika steht der Mond während der Hauptphasen der Finsternis weit über dem Horizont. Das gibt dir die unkomplizierte Möglichkeit, die Finsternis selbst zu fotografieren, eröffnet aber auch Chancen, den tief verfinsterten Mond mit Landschaft oder Architektur zu kombinieren. In New York City zum Beispiel steht der Mond relativ hoch, sodass eine längere Brennweite und ein passend weit entferntes Vordergrundmotiv helfen können, ihn in einen Kontext zu setzen.
An der Westküste Nordamerikas ist das Timing besonders günstig. In San Francisco findet die größte Verfinsterung am Abend statt, während der Mond noch ausreichend hoch steht. Dadurch werden Kompositionen mit der beleuchteten Skyline der Stadt möglich. In Kauai, Hawaii ist die Geometrie ganz anders: Der Mond geht auf, wenn die partielle Finsternis bereits weit fortgeschritten ist, was die Möglichkeit eines verfinsterten Mondaufgangs über dem Ozean bietet.
In ganz Europa ereignet sich die Finsternis gegen Morgen, und der Mond sinkt im Verlauf der Finsternis immer tiefer. Fotografisch kann das sogar von Vorteil sein. In London geht der Mond unter, bevor die partielle Phase vorbei ist, wodurch sich Möglichkeiten für einen tief über der Stadt stehenden, teilweise verfinsterten Mond ergeben. Ähnliche Möglichkeiten gibt es an der Atlantikküste von Nordspanien und an der Westküste Irlands, wo der untergehende Mond über dem Ozean oder einer fernen Landschaft fotografiert werden kann.
Es gibt auch einige weniger offensichtliche Möglichkeiten. Im Rocky Mountain National Park findet die größte Verfinsterung während der tiefen Nacht statt, wobei nur eine schmale Sichel des Mondes direkt beleuchtet bleibt. Das schafft möglicherweise eine ungewöhnliche Gelegenheit, den tief verfinsterten Mond zusammen mit der Milchstraße zu fotografieren – etwas, das bei Vollmond normalerweise kaum praktikabel wäre.
Weiter östlich sind vor dem Monduntergang nur die früheren Phasen sichtbar, während Ostasien, Australien und die umliegenden Regionen die Finsternis gar nicht sehen.
Statt also nur daran zu denken, wie viel von der Finsternis an deinem Standort sichtbar ist, solltest du darauf achten, wo sich der Mond während der Phasen, die du sehen kannst, am Himmel befindet. Ein tief stehender verfinsterter Mond, ein Mondaufgang oder Monduntergang, ein gut gewähltes Vordergrundmotiv – oder sogar die Milchstraße – können interessantere fotografische Möglichkeiten bieten, als einfach die gesamte Finsternis sehen zu können.
- Datum
- 28. August 2026
- Zeitpunkt der größten Finsternis (UT)
- 04:14:04
- Koordinaten
- 9.00°S, 63.00°W
- Ort
- Brazil
- Typ
- Partielle (P)
- Partielle Dauer
- 3h 18m
- Penumbrale Dauer
- 5h 37m
- Penumbrale Magnitude
- 1.9645
- Umbrale Magnitude
- 0.9299
- Saros-Zyklus
- 138
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Öffne diese Ansicht in The Photographer's Ephemeris für exakte Kontaktzeiten und den Mondstand an jedem Ort, den du setzt – 28. August 2026.